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Impuls "Rückzug"
Wir leben jetzt in einer Art Quarantäne.

Wir leben jetzt in einer Art Quarantäne.

Dieses Wort kommt vom lateinischen „quadraginta“ – der Zahl vierzig. Das Brauchtum einer vierzigtägigen Abgeschiedenheit entstammt Lev 12,1–8. Hier beschreibt es die Zeit der Reinigung für Frauen nach der Geburt. Im Mittelalter bezeichnet das Wort die Zeit, die Pestkranke isoliert wurden. In der Fastenzeit erinnern wir uns an die vierzig Tage, die Jesus mit Fasten und Gebet in der Wüste verbracht hat. Heute bedeutet das Wort eine befristete Isolation.

Jesus hat sich zurückgezogen in die Wüste um zu fasten und zu beten. Er hat oft in der Isolation gebetet. Jesus zog sich manchmal am Tagesbeginn zurück, um ungestörte Zeit mit Gott zu haben: Mk 1,35; Lk 4,42. An anderen Tagen wollte er am Abend allein sein, um zu beten: Mt 14,23. Jesus blieb sogar ganze Nächte auf, um Stille und Einsamkeit zu erleben: Lk 6,12. Auch wir können diese Zeit dazu nutzen, uns zurückzuziehen und zu beten. So hat Jesus uns gesagt: „Du aber geh in deine Kammer wenn du betest und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.“ (Mt 1,6). Das Gebet Jesu in der Wüste hat ihm die Erkenntnis gegeben, dass er der geliebte Sohn ist. Daher konnte er uns alle als Kinder Gottes sehen und helfen. Nichts anderes schenkt uns diese Zeit des Rückzugs, so dass wir bereit sind, uns um den anderen zu kümmern und ihm zu helfen.

Msgr. Dr. Mathew Kiliroor, Pfarrer 

Datum: 23.03.2020
Pia Bauer
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